Redaktion: Was ist “Gaming ohne Grenzen”?
Levi: “Gaming ohne Grenzen” ist ein Projekt, das explizit für Menschen mit Behinderung ins Leben gerufen wurde, sodass mit Hilfe von assoziativen Technologien Menschen mit Behinderungen auch spielen können, denn die Inklusion soll für alle gelten. Wir sind da, um zu helfen.
Redaktion: Warum heißt das genau “Gaming ohne Grenzen”?
Levi: Wie der Name schon sagt ist “Gaming ohne Grenzen” für Menschen mit oder ohne Behinderung. Alle Menschen sollen einbezogen werden und dafür steht der Name.
Redaktion: Wie ist “Gaming ohne Grenzen” entstanden?
Levi: Mittlerweile heißt das Projekt “Level up”. “Gaming ohne Grenzen” gibt es schon ein paar Jahre länger und wurde ins Leben gerufen, weil man genau diesem Thema nachgehen möchte, um jeden in das Gaming einzubringen.
Redaktion: Wer sind die Gründer*innen?
Levi: Saskia Moes ist der Kopf des Ganzen gewesen und hatte die Idee, das ins Leben zu rufen.
Redaktion: Wie lange gibt es die Organisation?
Levi: Wir sind gerade im fünften Jahr. Das Zusatzprojekt “Level up”, also die Weiterführung sozusagen von “Gaming ohne Grenzen”, gibt es jetzt seit zwei Jahren und wir starten jetzt bald im dritten Jahr.
Redaktion: Wo ist “Gaming ohne Grenzen” located?
Levi: Wir sitzen in Köln und sind auch in Köln unterwegs. Wir haben auch immer wieder Aufträge NRW-weit, manchmal auch deutschlandweit, aber wir konzentrieren uns auf NRW. Es wurde in Köln gegründet und hier liegt auch unser Hauptfokus.
Redaktion: Warum ist “Gaming ohne Grenzen” entstanden?
Levi: Es ist entstanden, weil wir einfach eine Teilhabe für alle Menschen schaffen wollen. Das Thema Inklusion im Gaming Bereich ist nicht groß, wie es sein sollte. Ich haben es jetzt gerade auch auf dem Stand auf der gamescom gemerkt. Viele Menschen wussten garnicht, dass es überhaupt das Thema gibt – Inklusion und Gaming. Wir sind dafür da, dass das Thema immer größer wird.
Redaktion: Was erlebt man bei dem Stand von “Gaming ohne Grenzen”?
Levi: Wir haben verschiedene Spielestationen, z.B. einen Eye-Checker mit Augenkoordination. Die Augen werden aufgezeichnet und man steuert eine Kugel alleine mit den Augen zum Ziel. Das demonstrieren wir heute auf der gamescom.
Redaktion: Ich habe das schon gespielt und bin begeistert.
Levi: Sehr cool. Wir haben noch einen weiteren Stand. Einen X-Box Stand, wo Forza 5 angeboten wird und da haben wir einen Adaptive Controller. Der ist für Menschen mit Behinderungen gedacht, die keinen Controller in der Hand halten können. Das ist einfacher zu handhaben.
Redaktion: Welche Spiele sind denn barrierefrei?
Levi: Es gibt eine Vielzahl von Spielen, die barrierefrei sind. Heute beispielsweise haben wir Forza 5 vor Ort. Forza selbst hat Einstellungsmöglichkeiten die Barrierefreiheit ermöglichen, beispielsweise kann man innerhalb des Untertitels die Schriftgröße vergrößern.
Redaktion: Welche verschiedenen Controller gibt es?
Levi: Wir haben einmal den Adaptive Controller, das ist ein Controller von der X-Box offiziell. Wir haben einen Controller für die Switch. Wir haben einen Controller, der ist für Menschen, die zum Beispiel garnicht hören können und Impulse bekommen, wenn die Schüsse von hinten kommen beim Spiel. Dann bekommt man Vibrationsstöße von hinten, damit du weißt, ok, das ist gerade jemand, der von hinten schießt beispielsweise.
Redaktion: Ein bisschen wie Elektroschocks?
Levi: Elektroschocks ist das falsche Wort dafür, es sind einfach nur kleine Vibrationsstöße. Tut nicht weh, es ist einfach nur, dass eine Vibration kommt. Es ist so wie mit deinem Handy, wenn der Alarm kommt.
Redaktion: Wohin geht die Reise noch?
Levi: Wir erhoffen uns, dass das Thema Inklusion immer größer wird, dass wir auch weiter gefördert werden und das “Gaming ohne Grenzen” Bestandteil der Gaming-Industrie bleibt.
Redaktion: Vielen Dank und viel Glück auf dieser Reise.

